Bluetooth A2DP Kopfhörer-Empfänger für das iPhone

Auf der Suche nach einer guten Lösung, um meinen Lieblingskopfhörer auch drahtlos am iPhone zu betreiben, bin ich über zwei kleine Geräte gestolpert:

Sony Ericsson  HBH-DS200 und den sehr ähnlichen HBH-DS205

Das HBH-DS200

Das HBH-DS200

Das HBH-DS205

HBH-DS205

Diese kleinen Geräte in form eines Clips sehen aus wie  AA Batterien mit Tasten.
Die Geräte unterstützen die Bluetooth Profile A2DP, Handsfree HFP, Headset HSP und AVRCP (Fernbedienung).

An einem iPhone mit iOS 4 kann man also damit Musik hören, Lieder vor- /zurückspringen und Telefongespräche führen.
Mit älteren iOS Versionen fehlt lediglich die vor/zurück Funktion.

Worin unterscheiden sich die beiden Geräte?

HBH-DS200

HBH-DS200

HBH-DS205

HBH-DS205

Ich finde das 205 wesentlich besser gelöst, da es zwei Probleme des 200er löst:

  • Das 200er hat eine schlechte Läutstärkeregelung.
    Um die Lautstärke zu regeln, muss man die Play/Pause  Taste an der Seite gedrückt halten. Das Gerät wechselt dann durch ein paar wenige Lautstärke-Stufen und bleibt beim Loslassen dann auf der aktuellen Lautstärke stehen. Das hört sich einfach an, ist aber sehr fummelig und man wechselt dauernd zwischen zu leise oder zu laut.
  • Das 200er hat keine vor/zurück Funktion
    Ein Lied vor oder zurückspringen geht am iPhone nicht.
  • Das Display des 200er ist extrem schlecht ablesbar, weil sehr klein.

Meine Empfehlung geht deshalb stark in Richtung HBH-DS205.
Deshalb werde ich die restlichen Funktionen anhand dieses Geräte erklären.

Bedienelemente:

Die Schiebetaste

Der laut/leise Schieber

Die Play/Pause Taste

Die Play/Pause Taste und der Halte-Clip

Kopfhörerbuchse und Mikrofon

Kopfhörerbuchse und Mikrofon

Ladebuchse und Ein/Aus Schalter

Ladebuchse und Ein/Aus Schalter

  • Es gibt eine Taste an der Seite für Play/Pause/Off-/OnHook/Voice Dialing
    Kurz antippen für Play/Pause startet den iPod im iPhone.
    Bei einem Ankommenden Gespräch kurz antippen für Abheben/Auflegen
    Lange drücken, um die Sprachwahl zu aktivieren
  • Auf der anderen Seite gibt es einen Schieber mit Mittelstellung  für Lauter/Leiser und Vor/Zurück.
    Kurz “schieben” für lauter/leiser
    Lange in eine Richtung “schieben” für Lied vor/zurück
  • Neben der Kopfhörerbuchse befindet sich ein Kleiner Schlitz mit dem Mikrofon.
  • An der Unterseite befindet sich neben der Ladebuchse die Ein/Aus/Pairing Taste.

Verbindung mit dem iPhone

Das Verbinden ist schnell gemacht, einfach die Ein/Aus Taste drücken und lange gedrückt halten bis das Pairing-Symbol im Display blinkt. Das iPhone in den Bluetooth-Einstellungen suchen lassen, und nach ein paar Sekunden ist das HBH gefunden. Die Pin (0000) eingeben und fertig.

Von nun an landet die Sound Ausgabe auf dem HBH und Anrufe können entgegengenommen werden.

Die Verbindung mit einem Mac ist ähnlich einfach, nur vergisst das HBH dann das iPhone, da nur ein Anmeldeplatz vorhanden ist. Das ist dann auch schon einer der wenigen Nachteile.

Der Sound

Hier kommt ein genereller Punkt von A2DP Geräten zum Tragen: Es wird komprimiert, da Bluetooth nicht genug Bandbreite für eine Lossless Übertragung bietet. Ich verwende das gute Stück zu einem großen Teil für Podcasts, Kabarett  und Hörbücher, gelegentlich auch Musik. Dafür ist es ausgesprochen gut geeignet.
Vergleicht man aber den Klang bei direktem Anschluss an das iPhone und dem Adapter, fällt schon ein gewisse Verlust an Dynamik und Transparenz auf.

Laufzeit

Gute acht Stunden kann man ohne nachzuladen drahtlos umherwandern, was für mich auf jeden Fall ausreicht. Ein Ladegerät liegt bei und das Laden geht recht flott, so dass man auch mal kurz nachtanken kann.

Reichweite

Hier passieren mir oft lustige Sachen. Ich bin schon auf dem Weg aus dem Büro und plötzlich hört der Podcast auf. Nanu? Ach verdammt, das iPhone liegt noch auf dem Schreibtisch! Die Reichweite ist für so ein Gerät recht gut, man kann in einem Raum gute 10 Meter überbrücken, es reist meist erst beim betreten eines anderen Raumes langsam ab. Ich habe auf dem Motorrad schon mehrfach das iPhone im Koffer gelassen und die Navigationsansagen dann per In-Ear Kopfhörer empfangen.

Resüme

Ich verwende das Gerät schon seit längerer Zeit und kann es nur empfehlen. Leider ist zumindest bei Amazon die Lieferbarkeit teilweise eingeschränkt. Mal ist es problemlos zu bekommen, dann wieder nicht.

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Podcast Tipp: Elementarfragen

Podcasts sind für mich eine wichtige Quelle von Informationen und Unterhaltung. Ein besonders erwähnenswertes Exemplar findet sich unter
Elementarfragen
Nicolas Semak produziert in etwas größeren Abständen sehr interessante Sendungen, die mich sehr gefesselt haben.

Besonders die Folgen:
Tschernobyl und Astronimie II finde ich sehr interessant.

Einfach mal reinhören!

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Ohne DRM wäre das nicht passiert…

Ich möchte hier kurz über meine letzten beiden Disney/Pixar Käufe berichten:

  • Kauf: “Oben” BluRay, DVD, Digital Copy siehe Amazon.
    Über den Film und die Qualität des Bildes muss man nicht viel Sagen, da gibt es nichts zu meckern.
    Aber als ich die Packung aufmachte, fehlte da doch der Code für die “Digital Copy”. Der wurde wohl nicht korrekt gedruckt. Nach einem Tag kam dieser Code dann von Amazon per Mail. So weit, so gut.
  • Kauf: “Toy Story 3” BluRay, DVD, Digital Copy siehe Amazon.
    Auch dieser Film gefällt mir sehr gut.
    Verpackung auf, Digital Copy Datenträger in den Computer und den dieses mal beiliegenden Code im iTunes eintippen. Ergebnis:
    “Dieser Code ist nur in Großbritannien und Irland Gültig”
    Es gibt dazu Diskussionen im Amazon Forum, Amazon verweist auf Disney.
    Disney in München wird von Mails bombardiert (Telefonauskunft: “mehr als 700 pro Tag”), Antwortet aber erst nach mehr als einer Woche mit einem neuen Code.
    Das ist dann wieder einer dieser Momente, wo man sich als zahlender Kunde schon arg zurückhalten muss, um nicht einfach den Weg des  geringsten Widerstandes zu gehen, und die Scheibe einfach zu rippen.

Warum das Ganze mit “Digital Copy” überhaupt?

Der Grund ist das Verbot, einen Kopierschutz auf der DVD zu umgehen, um eine rechtlich unbedenkliche Privatkopie zu machen. Beachtet man dieses Verbot, ist man als Kunde echt der Verlierer. Man muss sich eh schon unangenehme Trailer und Warnhinweise auf der BluRay/DVD anschauen, und kann sich den Film nicht einmal unterwegs auf dem iPhone anschauen. Über diesen Sachverhalt ist schon viel Diskutiert worden.

Die “Digital Copy” soll da nun Abhilfe schaffen. Die beiden Beispiele zeigen, dass der Weg leider mit noch mehr DRM gegangen wird, anstatt den Käufern einen einfachen Weg zu geben, den Film dort zu schauen, wo es gerade Spaß macht.

Ebenfalls sollte man erwähnen, dass der Film natürlich in der digitalen Kopie nur im SD Format vorliegt. Damit gibt es keine legale Möglichkeit, den Film z.B. auf einem iMac 27” in FullHD zu genießen.  Immerhin kann man die Audiospur zwischen  Englisch und Deutsch umschalten.

Irgendwie ist das mit dem DRM wie im Film “Die Geister, die ich rief”.
Hat man sich erst einmal mit diesem Teufelszeug eingelassen, wird es  immer schlimmer.
Versucht man, an der Situation etwas zu verbessern, tappt man gleich in das nächste Fettnäpfchen.
Das Ergebnis ist einfach: Ein Teil der Konsumenten wählt den einfachen Weg, und nimmt gleich eine Kopie aus dem Internet und schaut schlicht und einfach den Film ohne irgendwelche Gängelungen.
Der andere Teil steigert seine Frustration mit jedem Kauf und wird dann irgendwann den Konsum reduzieren.

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